Auf Augenhöhe.

Donald Trump ist der 45. Präsident der USA. Ein Mann der Nationalstolz brüllt und die Würde der Frauen mit Füßen tritt, der durch die Reihen schreitet und diese dabei spaltet. Wie kann ein Mensch, der ‚America first‘ propagiert ein Land zum Leuchten bringen wollen, wenn er das Licht der Nicht-Amerikaner dabei unter den Scheffel stellt? Und darf man einem Mr. Trump Populismus vorwerfen? Darf ich schon heute über einen Mann urteilen, der gerade zwei Tage als Präsident eines der größten Länder der Welt regiert?

Als Frau kann ich dieses Wahlergebnis nicht nachvollziehen. Gleichwenig, wie ich die Popularität der AfD in Deutschland begreife. In meinen Augen ist das ein Rückschritt in der Entwicklung der Menschheit. Denn alles was in den letzten über einhundert Jahren von starken Persönlichkeiten und Menschenrechtlern aufgebaut wurde, die ganze Ideologie von der Gleichstellung der Menschen, verliert seinen Wert zwischen falschem Nationalstolz und der Sehnsucht Einzelner nach den „guten alten Werten“.

Ich erinnere mich an ein Gespräch vor einiger Zeit mit einer Bekannten. Wir unterhielten uns über die Rolle der Frau in unserer jetzigen Gesellschaft. Sie forderte mich mit der Frage heraus, wie mein Leben aussehen würde, wenn mein Partner genug Geld für uns beide mit nach Hause bringen würde. Ich bat sie, ihre Frage zu konkretisieren.

„Würdest du noch arbeiten gehen, wenn dein Partner euch mit seinem Gehalt komplett absichern könnte?“
Weiterlesen