Ist DANKE ein Arschloch?

„Ist DANKE ein Arschloch?“, frage ich mich, als ich mit meinem Hund halb auf dem Fußweg, halb in der Hecke stehend, erwachsene Fahrradfahrer auf dem Fußweg vorbeihuschen lasse. Kein freundliches Danke, kein Kopfnicken, keine Rücksicht. Ich blicke den in sportliches Nylon gewandeten Mittdreißigern hinterher und schüttele verständnislos den Kopf. Gerade wollen wir aus dem schützenden Gebüsch wieder hervortreten, als eine Menschengruppe als wegeinnehmende Blockbrigade mit Zwillingskinderwagen gemütlich an uns vorbeispaziert. Wir halten beide die Luft an, mein Hund und ich und machen uns so schmal wie möglich, damit keiner dieser Menschen ein Stück von seinem gesetzten Weg abkommen muss. Ich fange einen mürrischen Blick auf, als mein Hund ihnen ein anständiges BITTE hinterherbellt. Ein DANKE schenken wir uns beide. Vorsichtig strecken wir unsere Nasen nach links und rechts und treten dann befreit auf den Fußweg hinaus. Jetzt ist er unser. Leider nur bis zur nächsten Ecke. Dort angekommen rasen der Vater zuerst, dann Kind plus Kind und zuletzt die Mutter auf ihren Drahteseln auf einen Meter Entfernung an uns vorbei. Vorbei ist es auch mit der Contenance meines Hundes, der nun erschreckt aufjault und wütend in Richtung der Familie seinen Kommentar abgibt.

„Scheiß Töle!“, höre ich noch einen der Erwachsenen rufen.

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