Ein letztes Mal – die finale Kriminacht im Shakunda.

Das Shakunda in der Karl-Liebknecht-Straße 102 verbinde ich unweigerlich mit seinem Besitzer Uwe und einem warmen, heimeligen Gefühl. Das liegt unter anderem an den urigen und sehr gemütlichen Räumlichkeiten des Lese-Cafés, dass so viel mehr zu bieten hat, als Getränke und Speisen, denn im Nebenraum des Cafés befindet sich ein Steineladen. Richtig gelesen. Hier kann man unterschiedliche Mineralien bestaunen und kaufen. Oder Bücher darüber. Natürlich auch Bücher über das Leben. Und Krimis. Mit denen kann man sich dann auf das Sofa niederlassen und bei Uwe einen Tee, Wein oder ein Bier bestellen. Ich habe dort alles probiert. Und mich in die Kochkunst des Inhabers verliebt. Nein, im Shakunda gibt es kein dekadentes Menü, keine riesige Auswahl an Speisen oder gar ein Dessert. Meist gibt es ein Gericht und bei diesem kann man zwischen vegetarisch oder mit Fleisch wählen. Das Geheimnis sind jedoch die Gewürze. Denn mit diesen zaubert Uwe eine unvergleichliche Mahlzeit. Und eine der letzten werde ich am 3. Dezember 2016 dort zu mir nehmen. Fast schon eine Henkersmahlzeit. Denn das Shakunda schließt seine Türen.


Das macht mich irgendwie traurig. Ich kenne die Beweggründe des Inhabers und ich habe für sie vollstes Verständnis. Doch es ist eben auch ein Abschied. Ein Auf-Wiedersehen an all die schönen Stunden, die ich als Autorin dort verbracht habe. Die Lesungen waren stetig gut besucht. Gern erinnere ich mich an den Krimiabend anlässlich des WGT 2014. Das Shakunda war übervoll und die Abendtemperatur überstieg die 30 Grad-Marke. Um uns saßen Festivalbesucher und andere, teils sehr bunte Menschen. Und doch konnte man eine Stecknadel fallen hören, wenn die Autoren  zu lesen begannen. Oder die Jahresendlesungen des Krimistammtisch Leipzig. Jedes Jahr auf’s neue zum Jahresausklang. Wie auch dieses Jahr. Nur wird es die letzte im Shakunda sein.

Das Shakunda. Der Name ist ein Sanskrit aus der Yogalehre. Ich habe versucht herauszufinden, was es bedeutet und bin auf Oleander gestossen. Ob das so richtig ist? Bevor ich das Shakunda verabschiede und Uwe einen guten, gelassenen und wunderbaren neuen Weg wünsche, werde ich ihn fragen, was es mit diesem Sanskrit auf sich hat. Und vielleicht entsteht daraus eine neue Geschichte, in der das Shakunda weiterlebt.

Doch erst einmal sind meine lieben Autorenkollegen und ich offiziell am Samstag, den 3. Dezember 2016 ab 19.00 Uhr dort anzutreffen, wenn die Türen zur finalen Kriminacht aufschwingen und die Geschichten ihre Zuhörer fesseln… Es lesen ihre liebsten Mordsstories aus den Anthologien des Verlages editionKrimi: Patricia Holland Moritz, Anne Mehlhorn, Traude Engelmann, Andreas M. Sturm, Frank Kreisler und ich. Moderiert wird der Abend von Elia van Scirouvsky. Wir freuen uns auf alte Bekannte und neue Zuhörer!

Inoffiziell werde ich das Shakunda und Uwe eher besuchen. Wegen der Köstlichkeiten, wegen einem Plausch und der Frage nach der Bedeutung. Shakunda.

Hier gibt es mehr Informationen zur finalen Kriminacht im Shakunda: Facebook

Foto: meinleipzig.eu

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